Basics

Setzt man seinen Hund innerhalb der Sprach- und Leseförderung ein, ist es unabdinglich bestimmte Rahmenbedingungen einzuhalten.

Ich benenne hier einige Dinge, die ich persönlich als wichtig empfinde:

  • Eine umfangreiche Mensch- Hund- Team Weiterbildung im Bereich Hundgestützte Pädagogik/Therapie sollte absolviert werden (hier gibt es verschiedene Anbieter, welche unterschiedliche Schwerpunkte setzen, wichtig ist es darauf zu achten, dass das Ausbilderteam interdisziplinär aufgestellt ist)
  • Stresssignale des eigenen Hundes direkt erkennen und adäquat reagieren (Seminare zu Calming Signals)
  • Der Hundehalter sollte sich regelmäßig weiterbilden (beispielsweise Teilnahme an Arbeitskreistreffen- siehe schulhundweb.de)
  • Unterzeichnung der Selbstverpflichtung (siehe schulhundweb.de)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen abklären (Versicherungsschutz, Einverständniserklärungen, etc.)
  • Hygieneplan aufstellen
  • Kenntnis der TVT- Merkblätter (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.)
  • Einhalten des Tierschutzes!! Information: Stiftung für das Tier im Recht
  • Pädagogikstudium, Kenntnis der Grundlagen zum Lesenlernen/Leseerwerb (wie funktioniert Lesen, welche wissenschaftlichen Erklärungsmodelle gibt es, aktuelle didaktische Forschung etc.), Kenntnis über gesamte kindliche Sprachentwicklung, Kenntnis verschiedener Therapiemethoden/Fördermethoden und Herangehensweisen, Kenntnisse in Diagnostik

 

Der Hund sollte niemals wähernd einer gesamten Förderstunde (45 Minuten) aktiv einbezogen werden. Eine phasenweise Einbeziehung und einen Wechsel zwischen aktivem und passivem (dieser sollte überwiegen) Einsatz erachte ich als sinnvoll.

Die Art des Einsatzes (aktiv/passiv), Dauer des Einsatzes, Verhalten des Kindes, Verhalten des Hundes (hier gilt es auch eventuell auftretende Stressignale korrekt zu deuten und zu dokumentieren) sowie Förderinhalte und Entwicklungsfortschritte müssen nach jeder Stunde dokumentiert werden.

Eine sensible Annäherung von Kind und Hund wird vorausgesetzt!